Familiengeschichte

 

 

 

 

 

 

vor 50 Jahren(1969) sind wir von Kloten nach Freienstein "ausgewanderet".

Jetzt sind wir 50 Jahre älter.

 

 

 

 

Mutter Anna hat uns noch viele Jahre
auf dem Markt und  im Betrieb unterstützt.

 

 

1913 erwirbt Jakob Rinderknecht (Jg 1866) ein kleines Zweifamilienhaus mit etwas Umschwung,
beim Bahnhof Kloten.
 

 

 

Sohn Fritz (1900) spezialisiert sich nach seiner Lehre im Botanischen Garten in Zürich und einem Welschlandaufenthalt
auf die Erstellung von Gartenanlagen bei Einfamilienhäusern.

Sohn Fritz heiratet 1926 Anna Sigg (1901).

Drei Töchter und ein Sohn vergrössern die Familie. In bescheidenem Rahmen werden Gemüse und Blumen angepflanzt.

 

 

1928 beginnt Anna Rinderknecht ihre Marktfahrten mit Zug und „Handwägeli“ an der Bahnhofstrasse in Zürich.
Laufend kann im Dreieck Linden- Zürcherstrasse das wenige Kulturland gepachtet,und im Laufe der Jahre
parzellenweise gekauft werden. Ein Kleinbetrieb mit einer Fläche von ca.45 aren Land entstand.


Vom 3. Juli 1931 an wurde der Detailmarkt auf der Bahnhofstrasse aus verkehrspolizeilichen Gründen versuchsweise an den Alpen- bzw. Mythenquai verlegt. Auf den 29. April 1932 wurde dieser Detailmarkt am Alpenquai in Quartiermärkte aufgeteilt, in die Fraumünsterstrasse sowie an die Riedtlistrasse. Anna und ihr Mann Fritz haben sich für den Riedtlimarkt und für den Markt in Oerlikon entschieden.
Gleichzeitig haben sie mit einer vorerst bescheidenen Gemüseproduktion in Kloten begonnen, diese aber laufend ausgeweitet. Vier Marktfahrten pro Woche werden ihre Existenz.
Dies war nur
dank der Mithilfe und dem Kinderhütedienst der Grosseltern möglich.

Dank grossem Einsatz können  zwei grössere Parzellen Rebland im Homberg erworben werden.
Diese werden während dem zweiten Weltkrieg mit Landdienstlern und der mehr oder weniger freiwilligen Arbeitslust der Kinder bewirtschaftet.

 

 


Im immer grösser werdenden  Kloten ist eine Gärtnerei im Zentrum nicht mehr tragbar. Strassenbauten und kantonale Verkehrspläne bedrängen und schikanieren den kleinen Betrieb.

Diese Einschränkungen und Auflagen  belasten Vater Fritz zu stark. Anfang Mai 1957 ist ein Herzinfarkt die Folge.
Nach einigen Monaten beteiligt er sich aber wieder an leichteren Arbeiten.

 Mitte April 1957 tritt Sohn Fritz (1936) nach der Ausbildung  an der Gartenbauschule Châtelaine in Genf in den Betrieb ein und wird wegen der Krankheit des Vaters sofort auch für Marktfahrten „verknurrt“.

Vater Fritz kann 1966 in Freienstein im Laufe der Güterzusammenlegung verschiedene Kleinere und eine grössere Parzelle Landwirtschaftsland kaufen und damit den Fortbestand des Familienbetriebes sichern.

Sohn Fritz, heiratet 1966 Hilde Morf. Auch sie setzt sich tatkräftig im Familienbetrieb ein.

Andreas (1969) und Daniel (1971) vergrössern die Familie.

Am  9 Juni 1969, fünf Wochen vor dem Umzug nach Freienstein stirbt Vater Fritz an einem Herzstillstand.

Am 15.Juli 1969 der grosse Tag. „Auswanderung“ nach Freienstein.

Mutter Anna, Hilde und Fritz bewirtschaften den Betrieb.
Einrichten des Betriebes, Anpflanzen der Kulturen und vier Marktfahrten pro Woche sind eine grosse Herausforderung.

1974 wird der Riedtlimarkt, aus sogenannten verkehrstechnischen Gründen, aufgehoben und an die Milchbuckstrasse verlegt. Möglichkeiten für uns sind der Bürkli- oder der Milchbuckmarkt. Wir müssen uns für den Milchbuckmarkt entscheiden.

1976 wird Felix Gnehm als Mitarbeiter angestellt und ist uns bis zu seiner Pensionierung 2017 treu geblieben.
2½ Tage in der Woche, arbeitet er auch heute noch bei uns.

Am 1.August 1991 stirbt Anna Rinderknecht. Sie hat bis im Herbst 1988 an Samstagen auf dem  Oerlikermarkt mitgeholfen.

1993 Sohn Daniel hilft nach seiner Maurerlehre stundenweise  im Betrieb und gehört jetzt zur „Mannschaft“.

1994, nach den Lehr- und einigen Wanderjahren als Gemüsegärtner beginnt Sohn Andreas seine Arbeit in Freienstein.
Mit vielen neuen Ideen und frischem Elan wird die Auswahl der Kulturen erweitert.

1996 heiratet Andreas, Barbara Riedwyl und übernimmt 1998 mit der Unterstützung von Barbara
die Verantwortung der Kulturen und des Sortiments.

1997 beginnen wir mit dem Verkauf ab Hof. Wir sind gespannt.

Die Kinder Sina(97) und Miriam(99) bringen neues Leben und Betrieb an die Summerhalde.

Am 1.Januar 2002 übernehmen Andreas und Barbara den Familienbetrieb.

2003 können wir im „Unteren Grüt“ in Freienstein 115 aren Landwirtschaftsland erwerben und hoffen,
dass der Familienbetrieb weiterleben kann.

2004 erstellen wir eine Abdeckung über dem Hofplatz. Auf diese Weise haben wir die
leidigen Tropfstellen im unteren Durchgang eliminiert.
Für den Verkauf ab Hof ist ein idealer, grosszügiger Platz entstanden.
Genügend Platz für die Kundschaft und unsere Produkte
können wir auch besser präsentieren.

 2010 sucht Daniel  eine neue Herausforderung.
Er findet diese als E-Gitarrenlehrer an der Musikschule Dübendorf und
im Team der Aktivierung im Regionalen Alterszentrum Embrachertal.

2013 können wir im Grüt ca eine Hektare Kulturland pachten.
Das erleichtert  uns die Fruchtfolge und wir können andere Parzellen schonen.

2017 stellen wir Tobias Jost ein. Er hilft uns stundenweise in der Gärtnerei. Freitag- und Samstagvormittag aus dem Markt.

Im gleichen Jahr beginnen wir mit dem Einsatz von "Effetiven Mikrorganismen",
damit können wir Pflanzenschutzmitel noch mehr reduzieren.

2019 laden wir zum Tag der offenen Tür ein. 50 Jahre sind wir nun in Freienstein, das ist doch ein Fest wert.
Wir freuen uns über die vielen interessierten Besucher, hauptsächlich Kunden vom Milchbuck- und
Oerlikermarkt. Das schöne Wetter hat auch zum guten Gelingen beigetragen. Die Führungen stiessen
auf grosses Interesse und auch die Festwirtschaft, geführt von Bacio Lupaio fand grossen Anklang.

2020 wurden die Märkte für 9 Wochen geschlossen. Corona hat eine grosse Unsicherheit in unseren Betrieb gebracht.
Was machen wir mit unseren Kunden, was machen wir mit unseren Produkten auf den Feldern. Wie kommen wir
finanziell über diese Zeit. In kurzer Zeit haben wir, mit grossem Aufwand,  einen Lieferdienst für unsere Kunden in Zürich aufgebaut.
Dank der uneigennützigen Mithilfe der GmbH von Ruedi Amsler und Maggie Fringer, die uns ihre Fahrzeuge für die Lieferungen
samt Chauffeuren zur Verfügung stellten, konnten wir auch diese Herausforderung bewältigen.
Auch der Hofladen forderte uns. Da andere Einkaufsmöglichkeiten beschränkt waren
besuchten uns mehr Kunden. Dank diesen Verkäufen konnten wir die Ausfälle der Märkte zum Teil auffangen.

Im Dezember 2021 müssen wir schweren Herzens den Milchbuckmarkt aufgeben. Seit 1932 sind wir dem
Markt im Kreis 6 treu geblieben. Die Doppelbelastung an Freitagen können wir nicht mehr bewältigen.
 Wir hoffen, dass uns viele Milchbuckkunden auch in Oerlikon besuchen können und der Kontakt bestehen bleibt.